Jenaer Lyrikgespräch

Studentisch organisierte Poetikdozentur für Nachwuchslyriker*innen

15. Jenaer Lyrikgespräch: Slata Roschal  war am 23.1.23, 19h in der Villa Rosenthal zu Gast

15. Jenaer Lyrikgespräch mit Slata Roschal 15. Jenaer Lyrikgespräch mit Slata Roschal Foto: Johanna Bohley

Die Schriftstellerin Slata Roschal war am 23. Januar 2023 zu Gast beim 15. Jenaer Lyrikgespräch. In der Villa Rosenthal las sie aus ihren beiden Gedichtbänden und beantwortete im Werkstattgespräch Fragen zu ihrem lyrischen, prosaischen und wissenschaftlichen Schreiben vor einem vollbesetztem Saal. Gedankt sei Slata Roschal für den schönen, informativen und anregenden Abend sowie den studentischen Organisatorinnen. Das Jenaer Lyrikgespräch wird finanziert und unterstützt vom Studierendenwerk Thüringen, dem Institut für germanistische Literaturwissenschaft, dem Fachschaftsrat Germanistik und der Villa Rosenthal (JenaKultur).

Slata Roschal wurde in Sankt Petersburg geboren und studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik in Greifswald. Sie promovierte 2021 an der Ludwig-Maximilians-Universität München über Männlichkeit im russischen Realismus. Ab 2017 betrat sie als Slata Kozakova durch verschiedene (Mit-)Herausgeberschaften die literarische Bühne. 2018 gewann sie den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Ihr lyrisches Debüt "Wir verzichten auf das gelobte Land" erschien 2019 bei Reinecke & Voß.

Die Gedichte und Prosaminiaturen in "Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus" wurden unter Bayerns beste Independent Bücher 2021 gewählt und erhielten zudem die Lyrikempfehlung des Jahres 2022 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Stiftung Lyrik-Kabinett und der Literaturwerkstatt Berlin: "Auf eine lakonische, nie aber sarkastische Weise handeln sie von Familie und Migration, fragilen Helden und einer mitunter tröstenden Trostlosigkeit." (hochroth Verlag)

2022 erschien ihr Debütroman "153 formen des nichtseins", der es sogleich auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis schaffte: "Ein Debütromanm über Identität, Migration, Außenseitertum, Weiblichkeit und die Frage nach dem Sein." (homunculus Verlag)

Jenaer Lyrikgespräch

Die Reihe Jenaer Lyrikgespräch geht aus einer studentischen Initiative am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) hervor und ist sowohl die erste als auch die einzig studentisch organisierte Poetikdozentur für Nachwuchslyriker*innen in Deutschland. Unterstützt und gefördert wird das Jenaer Lyrikgespräch vom Studierendenwerk Thüringen, dem Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der FSU Jena, der Villa Rosenthal sowie JenaKultur.

Junge, einer breiten Öffentlichkeit noch unbekannte Dichterinnen und Dichter zu entdecken und zu vermitteln ist das Ziel des Jenaer Lyrikgesprächs: Die jungen Autoren werden zu einer öffentlichen Lesung mit einer sich anschließenden moderierten Diskussion nach Jena eingeladen. Beim Jenaer Lyrikgespräch handelt es sich um die erste Poetikdozentur für Nachwuchslyriker in Deutschland wie auch um die erste studentisch organisierte Poetikdozentur. Sie ist mit einer vorbereitenden Übung in den Lehrplan des Instituts für Germanistische Literaturwissenschaft eingebunden, die Teilnahme steht allen interessierten Studierenden des Instituts frei.
Für die beteiligten Studentinnen und Studenten ergibt sich die einmalige Möglichkeit, im Prozess der Dichterauswahl eigenständig Urteile über Gedichte zu bilden, diese zusammen mit anderen zu diskutieren und dadurch die eigene literaturkritische Kompetenz zu schulen. Die Organisation der Lesung bietet den Studierenden zudem eine praxisorientierte Ergänzung zum Fachstudium. Den jungen Autorinnen und Autoren wird ein Forum eröffnet, in welchem sie ihre Texte und Ideen einem interessierten Publikum vorstellen und mit ihm diskutieren können.

Mit freundlicher Unterstützung vom Studierendenwerk Thüringen, der Villa Rosenthal und dem Institut für Germanistische Literaturwissenschaft:

Studierendenwerk Thüringen Studierendenwerk Thüringen Foto: Studierendenwerk Thüringen
Logo Villa Rosenthal Logo Villa Rosenthal Foto: JenaKultur

Kontakt / Ansprechpartnerin von Seiten des Instituts für germanistische Literaturwissenschaft:
Dr. Johanna Bohley
Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944224
E-Mail: johanna.bohley@uni-jena.de

 

Bisherige Poetikdozenturen:

1. Simone Kornappel (31.1.2013) -

2. Tim Holland (24.6.2014) -

3. Simon Konttas (20.1.2015) -

4. Rike Scheffler (02.6.2015) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Rike Scheffler

5. Luise Boege (26.1.2016) -

6. Jan Skudlarek (28.6.2016) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Jan Skudlarek

7. Elisa Weinkötz (17.1.2017) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Elisa Weinkötz

8. Timo Brandt (19.7.2017) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Timo Brandt

9. Sandra Burkhardt (16. 1. 2018) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Sandra Burkhardt

10. Lara Rüter (19.6. 2018) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Lara Rüter

11. Anne Seidel (22.1.2019) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Anne Seidel [mp4, 82 mb]

12. Lea Schneider (21.1.2020) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Lea Schneider [mp4, 77 mb]  

13. Lisa Goldschmidt (28.6.2021) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Lisa Goldschmidt [mp4, 111 mb]

14. Manon Hopf (9.5.2022) Trailer zu Lesung und Werkstattgespräch mit Manon Hopf [mp4, 77 mb]

15. Slata Roschal (23.1.2023) 

 

Kleines Gruppenfoto mit Manon Hopf (2. v.l.)
14. Jenaer Lyrikgespräch mit Manon Hopf (2.v.l.) und Laura Selzer, Emily Berger und Maximilian Volz (v.l.n.r.)
Lisa Goldschmidt
Lisa Goldschmidt beim 13. Jenaer Lyrikgespräch