Heinrich Seuse: Büchlein der ewigen Weisheit

Neuedition der deutschen Schriften Heinrich Seuses

Das Projekt von Herrn Prof. Dr. Jens Haustein wird für eine Laufzeit von 12 Jahren (2021-2033) von der DFG gefördert.
Heinrich Seuse: Büchlein der ewigen Weisheit
Foto: Zentralbibliothek Zürich
  • Forschungsprojekt

Meldung vom: 09. Oktober 2020, 14:08 Uhr

Heinrich Seuse (um 1295/96–1366) ist einer der bedeutendsten deutschen Mystiker des späten Mittelalters, der weit über die deutschen Sprachgrenzen hinaus rezipiert wurde und bis in die heutige Zeit hinein bekannt ist. Seine deutschen Schriften – die Vita, das ‘Büchlein der ewigen Weisheit’, das ‘Büchlein der Wahrheit’ sowie Briefe und Predigten – liegen bislang nur in der 1907 veranstalteten Werkausgabe Karl Bihlmeyers vor, die den Anspruch hat, die von Seuse selbst autorisierte Fassung des ‘Exemplars’ zu edieren, zu dem bereits im 14. Jahrhundert die drei Hauptschriften sowie einige Briefe zusammengestellt wurden.
Das ‘Exemplar’ macht jedoch mit 15 Textzeugen nur einen Bruchteil der Gesamtüberlieferung (weit über 600 Handschriften) aus, und zudem zeigen die nachweisbaren unterschiedlichen Textfassungen der einzelnen Schriften, dass die Bedeutung des ‘Exemplars’ für die Überlieferung der Schriften Seuses neu zu überdenken ist.
Das Projekt wird die deutschen Schriften Heinrich Seuses unabhängig vom Kontext der ‘Exemplar’-Überlieferung neu edieren und der Forschung eine neue Textgrundlage bieten, die die verschiedenen Redaktions- und Rezeptionstufen angemessen berücksichtigt.
Die Edition erfolgt in hybrider Form: Die Edition in Buchform stellt der künftigen Forschung einen neuen wissenschaftlich fundierten Referenztext als Forschungsbasis zur Verfügung, während die digitale Edition darüber hinaus die textgeschichtlichen wie auch kodikologischen Hintergründe und Zusammenhänge der Neuedition präsentieren soll.

Kontakt: Prof. Dr. Jens Haustein, Dr. Antje Willing

Bildnachweis:
Seuse, Heinrich: ‘Büchlein der ewigen Weisheit’. Zürich, zwischen 1300 und 1399. Zentralbibliothek Zürich, MS C 172, https://doi.org/10.7891/e-manuscripta-48577 / Public Domain Mark

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