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Forschung


Das Institut für Germanistische Literaturwissenschaft bearbeitet in Forschung und Lehre die gesamte deutschsprachige Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart; weiterhin beinhaltet es die Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft sowie die Fachdidaktik Deutsch. Historische Schwerpunkte bilden das Hoch- und Spätmittelalter, das 18. Jahrhundert einschließlich Klassik und Romantik sowie die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Systematische Interessen gelten der Literaturtheorie, dem Zusammenhang von Literatur und Philosophie bzw. Mythologie, der Literaturgeschichtsschreibung, dem Medium Theater (eigene Juniorpro-fessur), der Erschließung und Dokumentation von spezifisch thüringischen Quellenbeständen, der Entwicklung und Evaluation von Lern- und Leistungsaufgaben. Insgesamt versteht sich das Institut als Teil der Literaturregion Jena-Weimar; ihrer Geschichte fühlt es sich verpflichtet, und es nutzt sie zur Steigerung der Attraktivität des Studienstandorts.

In fachübergreifenden Kontexten ist das Institut stark im "Laboratorium Aufklärung" sowie im neu zu etablierenden Romantik-Schwerpunkt der Fakultät engagiert, hier besonders im Graduiertenkollegsantrag "Modell 'Romantik'", weiterhin im "Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung" sowie im Mittelalter-Arbeitskreis. Eine enge Kooperation bbesteht mit der Klassik Stiftung Weimar, mit der gemeinsam z. B. ein internationales Klassik-Kolleg durchgeführt wird. Überregional ist auf Akademiemitgliedschaften von zwei Institutsmitglie-dern sowie auf Erasmuspartnerschaften (Budapest, Porto) zu verweisen. Im letzten CHE-Ranking belegte die Jenaer Germanistik einen Spitzenplatz.

Zu den aktuell geförderten Drittmittelprojekten gehören das DFG-Langzeitprojekt "Historisch-kritische Wieland-Edition" (2007- 2019) sowie zwei Projekte im DFG-Programm "Eigene Stelle", die der Nachwuchsförderung dienen ("Erzählform und Weltsicht. Umrisse einer kulturwissenschaftlichen Poetologie des Höfischen Romans" sowie "Mythophile und mythoklastische Moderne. Konstellationen literarischer Mythos-Rezeption 1900-1950"). Weitere Drittmittelprojekte beschäftigen sich mit dem "Liederbuch der Clara Hätzlerin (Neuedition)", dem "Jenaer Romantikertreffen 1799 (Dokumentation und Analyse)", dem "Historisieren. Bedeutung und Funktion des Kulturmusters für die Rezeption von Schillers Geschichtsdramen auf dem Theater und in der Schule des 19. Jahrhunderts" und mit "Zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 im Fach Deutsch". Am Institut ist die Redaktion von zwei Fachzeitschriften angesiedelt ("Archiv", "PBB"), langjährig wird die Buchreihe "Jenaer germanistische Forschungen" herausgegeben.